Wir haben heute früh unterschiedliche Meinungen, wie wir den Tag gestalten wollen. Anja meint, es wäre am besten nach Mestre, dem auf dem Festland befindlichen Teil von Venedig, zu fahren und von da mit Bus und Bahn rüber zur Lagune zu fahren. Ich schlage vor, die Räder mitzunehmen und von Mestre mit dem Rad nach Venedig zu fahren. Die Fahrt über die etwa 5 km lange Freiheitsbrücke soll sehr schön sein.

Wir einigen uns dann darauf, es mit den Rädern zu versuchen und finden in Mestre tatsächlich direkt an der Straße einen guten Parkplatz für 8,78 €. Es ist gar nich so viel los hier. Die Räder sind schnell auf der Straße und es geht durch den Industriehafen über die Freiheitsbrücke nach Venedig.

Neben der Anfahrt mit einem Boot, ist das sicher der schönste Weg nach Venedig zu kommen. Über die Brücke führt ein gut ausgebauter Fahrradweg, den wir uns nur mit ein paar Joggern teilen müssen. In Venedig können wir unsere Räder in einem Fahrrad-Parkhaus mit 100 abschließbaren Boxen sicher abstellen. Das ist schon fast Holland-Feeling.

Anja kauft für uns beider Tickets für den öffentlichen Boots-Nahverkehr und wir fahren über einen der Kanäle mit einem Boot zum Markusplatz. Trotz der vielen Menschen, jedes Jahr besuchen etwa 20-30 Millionen Menschen die Lagunenstadt, ist es nie stressig. Wir finden Venedig ist eine Reise wert.









Viele, alte urige Kanäle und Gassen, der Markusplatz mit dem Dogenpalast, das ist alles sehr fotogen. Ein bisschen, wie das Phantasialand, Venedig kostet an manchen Tagen sogar zwischen 5 und 10 € Eintritt. In dem kleinen Café Zansibar, neben der Kirche St. Maria Formosa, gönnen wir uns Kaffee, Cappuccino (nach 12:00 Uhr in Italien eigentlich verboten), einen Spritz, ein Caprese-Sandwich und danach noch jeder ein Eis am Stand neben dem Café.
Anschließend fahren wir noch mit einem der öffentlichen Boote zu den Nachbarinseln St. Michele und Murano, wir bleiben aber im Boot und sind dann gegen Abend wieder am Fahrrad-Parkhaus und auf dem Weg zurück zum Auto.


