Ahoi


Ich sitze schon wieder im Bett und muss schreiben. Müssen ist natürlich ein starkes Wort, aber ich habe mir vorgenommen, jeden Tag hier wenigstens kurz aufzuschreiben, was wir gemacht haben. Wenn ich hier auf der Seite schaue, was wir zum Beispiel vor zwei fast Jahren im April 2024 gemacht haben, hilft mir die Seite hier sehr. So mache Kleinigkeiten hat man doch schnell wieder vergessen und die Seite hier verhindert uns zu vergessen.

Heute war unser letzter Tag in Berlin. Ich bin um 8:15 Uhr aufgestanden und habe das Auto zu einer nahegelegenen städtischen Ladestation gebracht. Trotzdem kostet die Kilowattstunde 0,89 € im Roaming – das ist viel zu teuer. Die Stadt verdient da wahrscheinlich 0,80 € dran. Wir sehen in letzter Zeit auch, dass viele Ladestationen an den Autobahnen komplett belegt sind. Da muss noch mehr in die Elektromobilität investiert werden, wenn sie fliegen soll.

Gegen 10:30 Uhr war das Auto dann fast auf 100% und wir haben es abgeholt. Schnell haben wir unsere sieben Sachen eingeladen und es ging endlich los.

Erstes Ziel waren zwei Adressen nahe unseres Hotels in Charlottenburg. Anja wollte sich zwei Häuser anschauen, da dort zwei Protagonisten aus der Biografie über Emil Berenwenger, die sie 2024 mit viel Herzblut lektoriert hat, gewohnt haben.

In der Kaiser-Friedrich-Str. 45b, wo heute die Tankstelle ist, hatte Emil Berenwenger (*1868, +1945 in den letzten Kriegstagen) seine Praxis und Wohnung, ab 1902. Baugleich ist die Haus-Nr. 45a, die von der Tanke etwas verdeckt ist. (Zuvor hatte er dort gewohnt, wo heute das KaDeWe steht.) 1903 wurde sein Sohn Paul geboren, der Vater des Autors der Biografie.
In der 2. Etage links hatte Paul Berenwenger später seine homöopathische Praxis, Sybelstr. 61.

Danach ging es noch einmal zu Ulrike ins Krankenhaus. Heute war es ganz schön, weil sie kognitiv besser drauf war. Wir haben uns eine Weile mit ihr unterhalten. 

Anschließend haben Anja und ich noch zwei Kaffe, eine Salamisemmel und ein Schweineohr in der UKBF-Cafeteria gegessen. Das Schweineohr ist eine Reminiszenz an Anjas Doktorarbeit an der Charité, da sie mit Schweinen an der Herstellung von menschlichem Knorpelersatz geforscht hat.

Nach der Charité haben wir uns von Google noch zu einem Lidl navigieren lassen. Wir brauchten noch ein wenig Reiseproviant. Lustig an dem Lidl war, dass die automatisierte Schranke am Parkplatz durch eine Handbedienung mit Kassiererin ersetzt wurde. Technik ist manchmal kompliziert.

Endlich waren wir gegen 13:00 Uhr auf der Autobahn. Zuerst ging es zügig voran. In Wittstock haben wir an einem Tesla Supercharger unser Auto aufgeladen. Dort kostet die Kilowattstunde nur 0,66 €. Leider ist Tesla so ziemlich die einzige ernstzunehmende Konkurrenz für das ansonsten ziemlich zersplitterte deutsche Ladenetz.

Funfact: Die Ladestation war an einer Skihalle gelegen. Wir gingen rein, um uns das Skitreiben anzusehen; außerdem wollten wir noch einen Kaffee trinken. Leider hat uns die Bedienung ignoriert, so sind wir ohne Kaffee (haben die halt Pech gehabt!), aber mit Toilettenbesuch weiter.

Als es weiter Richtung Hamburg ging, nahm das Schneetreiben stetig zu. Irgendwann war auf der Fahrbahn Eis und wir kamen nur noch langsam voran. Google prophezeite uns für die letzten 16 km eine gute Stunde Fahrtzeit. Vor uns kam ein LKW ins Schlingern; kurz zuvor hatte er uns noch mit einem Affentempo überholt.

Endlich im Hotel angekommen, haben wir in einem schönen Zimmer eingecheckt und sind in einem nahegelegenen griechischen Imbiss noch kurz etwas essen gegangen, ohne zu viel Zeit zu verlieren. Wir wollten noch in die Hotelsauna, die nur bis 22:00 Uhr geöffnet hat. Zwei Saunagänge haben wir noch geschafft um jetzt um 22:30 Uhr verdient im Bett diese Zeilen hier zu schreiben.

, , ,

2 Kommentare zu “Ahoi”

Antworte auf den Kommentar von Bernd Becker Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert